Schon viel erreicht. Noch viel vor.

Soziale Arbeit ist mehr wert!

Momentan kämpfen die Gewerkschaften GPA und vida für einen guten Kollektivvertragsabschluss für den privaten Gesundheits- und Sozialbereich, die sogenannte Sozialwirtschaft Österreich. Auf dieser Website erhältst du alle relevanten Informationen und bleibst auf dem Laufenden.

Schon viel erreicht.

Den Kollektivvertrag für den privaten Gesundheits- und Sozialbereich gibt es noch gar nicht so lange. In den letzten zehn Jahren wurde dabei einiges erreicht:

  • 2012 wurde das amtliche Kilometergeld im KV für Fahrten mit dem Privat-PKW fixiert und es wurden erstmals Elternkarenzzeit und Familienhospizkarenzzeiten auf das Gehalt angerechnet.
  • 2013 wurde erstmals die Pflegekarenz vereinbart, die Anrechnung nicht facheinschlägiger Vordienstzeiten durchgesetzt und acht Stunden bezahlte Fortbildungszeit erkämpft.
  • 2014 konnten die Gewerkschaften erreichen, dass Elternkarenzen im vollen Ausmaß auf Vorrückungen angerechnet werden, dass nicht facheinschlägige Vordienstzeiten stärker angerechnet werden und dass die gesetzliche Fortbildung für FachsozialbetreuerInnen in vollem Ausmaß als Arbeitszeit gerechnet wird.
  • 2015 wurde eine einheitliche Gehaltstabelle für ganz Österreich eingeführt und die Gewerkschaften konnten das Mindestgehalt von 1.500 Euro für die ganze Branche durchsetzen.
  • 2016 wurden für Tagesmütter Triennen statt Quinquennien eingeführt, die Schmutz-, Erschwernis und Gefahren-Zulage wurde für alle Gruppen vereinheitlicht, es wurden Leitungszulagen eingeführt und Arbeitszeiten wurden klarer geregelt.
  • 2017 wurde der Papamonat mit Kündigungsschutz verankert und festgelegt, dass das dritte Karenzjahr auf alle Ansprüche voll angerechnet wird. Darüber hinaus wurden Verbesserungen bei der Arbeitszeit für Angestellte in der vollen Erziehung und bei der Einstufung der Angestellten in der offenen Jugendarbeit erzielt.
  • 2018 wurde auf Druck der Gewerkschaften ein zusätzlicher Urlaubstag für alle Beschäftigten, die bereits fünf Jahre im Betrieb sind, eingeführt. Darüber hinaus wurden die Pflegeberufe finanziell aufgewertet und Verbesserungen für Teilzeitbeschäftigte erreicht.
  • 2019 wurde ein umfangreiches Arbeitszeitpaket geschnürt: Ein zusätzlicher Urlaubstag für alle ab zwei Jahren Betriebszugehörigkeit, Zuschläge fürs Einspringen, ein Anspruch auf Altersteilzeit, die Möglichkeit Umkleidezeit als Arbeitszeit zu werten sowie eine bessere Regelung der geteilten Dienste. Bei den Dienstplänen wurde die Planungssicherheit erhöht. Darüber hinaus konnten für einzelne Berufsgruppen weitere Vorteile erreicht werden, wie etwa eine Erhöhung der Zulage für SonderkindergartenpädagogInnen, eine Erhöhung der Leitungszulage in Kindergärten oder öftere Vorrückungen für Tagesmütter und Tagesväter.
  • 2020 wurde die 37-Stunden-Woche ab 1.1.2022 als erster KV österreichweit eingeführt.

Neben diesen umfangreichen Verbesserungen der Rahmenbedingungen wurden konsequent Gehaltsabschlüsse teils deutlich über der Teuerungsrate erreicht:

Gegenüberstellung der Teuerung und Gehaltserhöhungen

Noch viel vor.

Deine Gewerkschaften GPA und vida fordern bei den aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen:

  • Eine deutliche Gehalts- und Lohnerhöhung unter Berücksichtigung der Inflationsrate und unter der besonderen Berücksichtigung niedriger Einkommen
  • Eine entsprechende Erhöhung der Zulagen und Zuschläge
  • Die Einführung der 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich
  • Die Streichung der zuschlagsfreien Mehrarbeit
  • Die Erhöhung des Kilometergelds auf 60 Cent pro Kilometer
  • Die Wertung der Fahrt zur ersten und von der letzten Klient/-in als Arbeitszeit
  • Mehr Geld fürs Einspringen
  • Höhere Lehrlingseinkommen
  • Mehr Vorbereitungszeit in der Tages- und Kinderbetreuung

Soziale Arbeit ist mehr wert!

Und deshalb kämpfen deine Gewerkschaften GPA und vida für bessere Arbeitsbedingungen, mehr Gehalt und mehr Freizeit. Am 19. September wurden die Gewerkschaftsforderungen an die Arbeitgeber übergeben und eine erste Verhandlungsrunde durchgeführt. Momentan beraten österreichweit Betriebsrätinnen und Betriebsräte die Strategie für das weitere Vorgehen. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 14. Oktober 2022 statt.

Schon dabei?

Nur wenn deine Gewerkschaften viele Mitglieder haben, können sie auch gute Abschlüsse erreichen.

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